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Am 1. August 1906 gründeten acht junge Burschen die
"humoristische Musikgesellschaft Lyra" . Zweck war die
Pflege der Musik, der Geselligkeit und des
Laientheaters. Durch den Anschluß an den "Humoristischen
Musikbund Main-Taunus" nahm der Verein an musikalischen
Wettstreiten teil, überwiegend Blasmusik, und
veranstaltete bunte Abende, Sommerfeste, Maskenbälle,
Tanzvergnügen und Theateraufführungen.
Mit dem Übergang zur reinen Harmonikamusik war 1926
die Namensänderung in "Musik- und Theaterverein Lyra
Neuenhain" verbunden. Weiterhin wurden Wettstreite
besucht und am 16. und 17. Mai 1931 das 25jährige
Bestehen mit den Ortsvereinen und auswärtigen Vereinen
gefeiert. Der 2. Weltkrieg brachte das Vereinsleben zum
Erliegen. Ab Februar 1946 begann erneut der Aufbau. 1949
fand die erste Nachkriegs-Theateraufführung statt und
vom 25. - 27. August 1956 konnte im Festzelt das
50jährige Bestehen gefeiert werden. Mitte der 50er Jahre
beeinträchtigte das aufkommende Fernsehen die
Vereinstätigkeit. 1962 wurde die letzte
Theateraufführung veranstaltet und die Zahl der
Akkordeonspieler nahm ständig ab. Erst Mitte der 60er
Jahre erfolgte ein Umschwung.
Nach einer Aufbauphase mit Ausbildung von
Jugendlichen und öffentlichen Auftritten der Orchester
erhielt der Verein 1972 seinen heutigen Namen
"Akkordeonorchester Lyra Neuenhain/Ts. e. V.". Die
Orchester wurden aufgebaut, teilweise durch auswärtige
Spieler verstärkt und die Nachwuchsarbeit von Anfang an
durch Einrichtung von Schülergruppen gefördert. Vom 11.
- 13. Juni 1982 konnte im Festzelt das 75jährige
Bestehen gefeiert werden.
In Fortsetzung der Aufbauarbeit entstand die heutige
Zusammensetzung aus Schülergruppen verschiedener Leistungsanforderungen,
den 'Tastenflitzern', deren Mitglieder noch im Solospiel
unterrichtet werden, sowie dem Sextett und dem Orchester,
die Stücke aus der großen Palette der Unterhaltungsmusik
bis in den Bereich der Klassik einstudieren und bei
mehreren Konzerten im Jahr aufführen.
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